Der Marktgemeinderat Burgebrach entscheidet sich für Hybridheizkörper

Der Marktgemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Möglichkeiten der Klimatisierung der Räumlichkeiten im ehemaligen Gasthaus Hirsch befasst. „Ziel ist es, den Gästen auch in zunehmend warmer Sommerzeit ein angenehmes Ambiente bieten zu können“, so Erster Bürgermeister Peter Pfohlmann. Im Rahmen der kurz bevorstehenden Generalsanierung müsse dazu jetzt eine Entscheidung getroffen werden. In den aktuellen Planungen ist vorgesehen, über die Wärmepumpe, die für die Fußbodenheizung genutzt wird, im Sommer den Fußboden zu kühlen. Die gewünschte Temperatur von 24 ° im Sommer kann damit allerdings nicht erreicht werden.

Nach einem Hinweis aus dem Marktgemeinderat hatten der beauftragte Architekt Reinhold Jäcklein vom gleichnamigen Architekturbüro in Volkach und Dipl.-Ing. Bettina Richter vom Büro Rauch + Richter, Gochsheim, Alternativen für das denkmalgeschützte Fachwerkanwesen erarbeitet und dem Marktgemeinderat vorgestellt. 

Die Entscheidung fiel zugunsten der reaktionsschnellen Hybridheizkörper, die sowohl Heizen als auch Kühlen ermöglichen. Die bereits eingeplante Kühlung des Fußbodens muss als Grundlast ständig in Betrieb sein, sobald es heiß wird. Bei Überschreiten der eingestellten Raumtemperatur werden die Hybridheizkörper dazugeschaltet. Die Luft wird durch eine eingebaute Lüfterleiste in den Raum strömungsarm eingebracht.

Diese Variante erlaubt es, eine angenehme Raumtemperatur von rund 24 °C auch bei sommerlichen Temperaturen zu erreichen. Die erforderliche Umplanung sowie der Anschluss an den Heizkreisverteiler verursachen Mehrkosten in Höhe von ca. 70.000 Euro brutto zzgl. Baunebenkosten. Dabei entstehen geringe Wartungskosten.

Zusätzliche Optionen wie Klimasplitgeräte wurden ebenfalls diskutiert; diese würden bauliche Anpassungen und zusätzliche Leitungsverlegungen und weitere Außengeräteerfordern. Zusätzlich kommen laufende Betriebskosten für Wartung, Filtertausch usw. dazu.

Für den Gastraum wird eine Kühlung der Zuluft in der Lüftungsanlage vorgesehen, mit Kosten von ca. 22.000 Euro zzgl. Baunebenkosten.

Erster Bürgermeister Peter Pfohlmann verwies bereits jetzt auf den bevorstehenden Spatenstich 01.10.2026.

Text und Bild: Elke Pieger