BURGEBRACH.Es war ein Abend voller Erinnerungen, Musik und Dankbarkeit: Beim Vereinsfest des Heimat- und Verschönerungsvereins Burgebrach standen zwei Männer im Mittelpunkt, die das Wirtshaussingen des Heimatvereins in Leben gerufen und mehr als ein Jahrzehnt lang geprägt haben – Dieter Wächtler und Wolfgang Bauer.
Seit 2014 haben die beiden das Wirtshaussingen mit viel Herzblut gestaltet und zu dem gemacht, was es heute ist: ein fester Treffpunkt für fränkisches Liedgut, Humor und gelebte Gemeinschaft. Wächtler begeisterte mit Anekdoten und Gedichten, Bauer sorgte mit seinem Schifferklavier für den passenden Klang – eine Kombination, die das Publikum über ein Jahrzehnt hinweg mitriss.
Nun wurden beide im feierlichen Rahmen für ihr Engagement ausgezeichnet. Neben Urkunden, Geschenkkörben und Ehrennadeln erhielt jeder ein Erinnerungsbild an die vielen gemeinsamenStunden. Vorsitzender Markus Mehlhorn fand dabei persönliche Worte für das, was oft zwischen den Zeilen spürbar war: die besondere Atmosphäre, die das Wirtshaussingen getragen hat.
Ganz in diesem Sinne wurde natürlich auch gemeinsam gesungen – das Frankenlied, das Oberfrankenlied und als besonderes und leicht abgewandeltes Abschiedslied: “Servus, PfüatGott und auf Wiedersehen”, das an diesem Abend mehr als nur Tradition war. Begleitet wurden die Stimmen bereits von der Musikerin Lissi Finster, die das Wirtshaussingen künftig weiterführen wird. „Traditionen brauchen Menschen, die sie weitertragen. Deshalb ist es eine echte Freude, dass auch unser Wirthaussingen fortbestehen wird,“ so der Vorsitzende Markus Mehlhorn.
Auch abseits der Ehrungen zeigte sich das Vereinsleben von seiner lebendigen Seite: Manfred Denzler bereitete Gyros für alle auf dem neuen Vereinsgrill zu, während andere Mitglieder für Salate und mehr sorgten. Im Anschluss wurden die Mitglieder auf der TSV-Kegelanlage sportlich aktiv. Initiative und Organisation des Kegelabends lagen in den Händen von Michael Horn. „Unser Verein lebt von den Ideen und der Mitwirkung seiner Mitglieder. Es ist schön zu sehen, wie immer wieder neue Impulse entstehen“, so Mehlhorn.
Das Vereinsfest machte eindrucksvoll deutlich: Mit der Ehrung der Gründer endet zwar eine bedeutende Phase des Wirtshaussingens – doch gleichzeitig ist der Fortbestand gesichert. Mit Lissi Finster wird die Tradition weitergeführt und bleibt ein lebendiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Burgebrach
Text und Bild: Markus M. Melhorn (Vorsitzender Heimat- und Verschönerungsverein)