Es war nicht weniger als perfekt. Diese Quintessenz ziehen Veranstalter Joseph, „Johnny“ Thomann und Burgebrachs Bürgermeister Johannes Maciejonczyk bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung. An vier Tagen hatte das Mega-Event gut 12.000 Besucher aus Burgebrach, dem Landkreis Bamberg, angrenzenden, ganz Deutschland und sogar aus Norwegen auf den Festplatz gelockt. Stars, die sonst etwa in Frankfurt und München auftreten, hatten im Steigerwald für Wahnsinns-Begeisterung gesorgt. „Man hätte nichts besser machen können“, fasst Thomann zusammen und der Bürgermeister nickt voller Zustimmung. Denn wenn irgendetwas nicht gepasst hätte, führt Thomann aus, „dann hätten mich die Leute angerufen oder sich gleich beschwert“.
Wie kam es zu diesen vier musikalischen Ausnahmetagen im August? In den 2000ern war das Sternenfestival – seinerzeit im Zelt – Kult. Dann gab es den Platz fürs Zelt nicht mehr und auch kein Festival. Es blieben Erinnerungen an eine legendäre Veranstaltung. Im Rahmen der 1000-Jahrfeier Burgebrachs wurde kurzfristig die Idee geboren, doch mit einer Freiluftveranstaltung daran anzuknüpfen. „Eigentlich braucht es ein Jahr Vorbereitung“, weiß Veranstaltungsprofi Thomann. Er schaffte es mit wesentlich kürzerem Vorlauf und mit geringen Abstrichen. Was sich jedoch gezeigt hatte, war die Erkenntnis mit dem Festplatz über eine hervorragende Location zu verfügen und, dass so etwas sehr gut angenommen wird.
Im Schulterschluss wollten Thomann und Maciejonczyk eine Neuauflage. „Da muss die Gemeinde absolut mitziehen, sonst funktioniert es nicht“ freut sich Thomann über eine Kooperation, die ihn ins Schwärmen bringt. Und für sein eigenes, besonderes Jubiläum 50 Jahre Thomann Management würde er die von ihm hoch geschätzte Heimatgemeinde mit so einer herausragenden Veranstaltung beglücken, „ihr was Gutes schenken“. Er, der Macher in Sachen Musik, der neben anderem für zehn Jahre erfolgreichen Discobetrieb in Burgebrach gesorgt hatte. Nun hatte er das Jahr Vorbereitung und konnte echte Größen der Musikbranche in den Steigerwaldort holen: Nena, Johannes Oerding, Fäaschtbänkler und Doro.
„Für jeden Geschmack etwas“, zeigt sich der Bürgermeister, der bei allen vier Konzerten war, angetan. „Da wurde der Name Burgebrach noch weiter in die Welt hinausgetragen.“
An sich waren die Wetterprognosen für das gesamte Event miserabel. Doch wenn es morgens noch regnete, bei Konzertbeginn war es trocken. „Unser OB hat gute Kontakte nach oben, so hat es immer gepasst“ sagt Thomann verschmitzt grinsend. Dabei stand für ihn viel auf dem Spiel. Sein persönliches Risiko war enorm: Das Sternenfestival ist schließlich ein Projekt im höheren sechsstelligen Euro-Bereich. Da gibt es Künstler mit circa 150.000 Euro Gage.
Alles lief Hand in Hand. Der Bauhof half mit hohem Engagement mit, die örtlichen Vereine übernahmen Ausschank und Verköstigung, mit an Bord alle vier im Marktgemeindegebiet ansässigen Brauereien. „Das Thema Regionalität war uns von Anfang an wichtig“, betonen die beiden Macher. Das Sternenfestival hat eine ganz besondere Atmosphäre, macht Thomann deutlich: allein schon durch die Nähe zur Natur, Wiesen, Bäume, Bach. Ganz pragmatisch wiederum ist die Lage der angrenzenden Windeck-Halle. Die wurde in aufwändiger Vorarbeit zur Garderobe anspruchsvollster Stars. Spiegel, Sessel und vieles, vieles mehr. Auch der Tourneekoch aus Frankfurt brauchte ein ihm zusagendes Arbeitsumfeld. Allein eine Woche dauerte der Aufbau der 14 x 10 Meter großen Bühne samt Technik. Und dazu gab es dann noch eine zusätzliche Bühne für Menschen mit Behinderung, „das hat viel Geld gekostet, aber wir wollten auch ihnen wirklich gute Plätze bieten“, betont Thomann. Gut, dass wir das Festival in den Ferien hatten, stimmen Marktgemeinde- und Veranstaltungschef überein. Alle zogen mit, auch die Anwohner, die ihre Höfe fürs Parken zur Verfügung stellten. „Es gab keinerlei Probleme“, blickt er hochzufrieden zurück, „selbst, wenn 500 Leute anstanden, alles friedlich.“
Den anspruchsvollen Musikstars hat es ihrerseits im Steigerwald gefallen. „Sie spürten die Wertschätzung, die Mühen, das Miteinander“. Das größte Kompliment für Thomann und Maciejonczyk, die von Anfang an von der ausgezeichneten Kombination Sternenfestival und Burgebrach überzeugt waren, sind die zahlreichen Menschen gewesen, die fragten „und wann gibt es das nächste Sternenfestival?“ Auch hier sind Thomann und Maciejonczyk ganz d’accord – sie grinsen einfach mal verschwörerisch und schweigen. Jetzt bringen sie gemeinsam die letzten Veranstaltungen der Kulturreihe über die Bühne, die heuer im dritten Jahr große Erfolge einfährt.
Text: Thomann Management
Bilder: Christian Langer



